Schach

Allein zu wissen, dass die Perser dieses interessante Spiel um 600 v. Chr. von den Indern lernten, könnte bei Günther Jauch schon weiterhelfen. Aber hier werden schließlich die kniffligen Fragen geklärt. In diesem Beitrag geht es darum, warum ausgerechnet ein Turm mitspielen darf. Diese horizontal und vertikal ziehende Eckfigur war zu der Zeit der Perser ein Kampfwagen, genannt “Rukh”.

Die Araber übernahmen irgendwann das Spiel von den Persern. Im ausbreitenden Islam herrschte ein Bilderverbot und die raffinierten Araber erfanden einfach abstrakte Figuren mit denselben Namen und Funktionen. (Diese Figuren sind bis heute noch erhalten und uns so bekannt). Wir Europäer interpretierten die nunmehr markanten Kerben als Zinnen und die Figur als Turm. Ein England heißt der Turm sogar “rook” und beim Schachterminus “Rochade”, bei dem in einem Doppelzug König und einer der beiden Türme vertauscht werden, haben wir den Ursprung vom persischen “Rukh”.

(Quelle: BROCKHAUS! Da staunt der Fachmann..., Leipzig 2000)