Die meisten Hausmänner und -frauen machen es, ohne den genauen Grund zu kennen: Sie geben Salz ins Wasser, wenn sie Nudeln oder Kartoffeln kochen. Nicht nur wegen des Geschmacks, sondern um den Siedepunkt des Wassers zu erhöhen. Die Wassermoleküle bewegen sich beim Erhitzen immer schneller und das Salz verzögert diesen Prozess. Dadurch verdampft das Wasser erst später, also jenseits der 100° C. Und in dieser größeren Hitze werden ihre Kartoffeln und Nudeln ein wenig schneller gar. Ganz nebenbei: Auch der Einfluss des atmosphärischen Luftdrucks ist nicht zu verachten. In 500 Meter Höhe, z. B. in München, siedet Wasser schon bei ca. 98,4 °C. Dort muss man sein Frühstücksei eben länger kochen lassen...
Wer viel schwitzt, braucht viel Salz. Leider gibt es immer noch Menschen, die an dieses Märchen glauben. Salz entzieht nach Wasserverlust dem Körper aber noch zusätzlich Flüssigkeit. Zuviel Salz unter solchen Bedingungen kann sogar zum Hitzschlag führen.
(Quelle: BROCKHAUS, was so nicht im Lexikon steht, Leipzig 1996)
(Quelle: Michael Furmanek. Die 15 großen Lügen übers Essen. in: Hör zu 31/1995)