Wenn die Haare nicht mehr ausreichen, um uns vor Kälte zu schützen, ziehen sich die kleinen Muskeln ganz unten am Haar zusammen, so dass es sich aufrichtet. Bei Tieren, deren Körper mit Fellen bedeckt sind, bilden die aufgerichteten Haarsträhnen ein isolierendes Geflecht. Die kalte Luft wird vom Haar größtenteils absorbiert, bevor sie bis zur empfindlichen Haut vordringen kann. Obwohl die Menschen den größten Teil ihrer Behaarung verloren haben (Gott sei Dank), setzen bei Kälte trotzdem die gleichen Muskelkontraktionen als Reaktion auf Kälte ein. Doch alles was wir gegen die Kälte auffahren können, sind ein paar erbärmliche Haarbüschel und etliche Hautwülste, die das aufgerichtete Haar unterstützen.
(Quelle: D. Feldmann: Warum ist die Banane krumm? Berlin 1994)