Seit wann tragen verheiratete Eheleute eigentlich diese Ringe? Der Brauch geht auf eine römische Sitte zurück. Im antiken Rom trugen nur die Frauen einen Ehe- oder Verlobungsring. Sie steckten ihn auf den Mittelfinger, da man allgemein glaubte, dass von diesem Finger ein Nerv direkt zum Herzen führte. Der meist eiserne Verlobungsring galt als Zeichen der Bindung, aber auch als Empfangsbestätigung für die Mitgift. Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gab es auch goldene Ringe in Form zweier ineinander verschränkter Hände. Erst unter frühchristlichen Einfluss wurde der Ring zum Symbol von Treue und Unauflöslichkeit der Ehe.
Übrigens: Deutschland ist das einzige Land in dem der Ehering an der rechten Hand getragen wird!
(Quelle: BROCKHAUS: Was so nicht im Lexikon steht, Leipzig 1996)