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Bücherverbrennung

Das öffentliche Verbrennen missliebiger Bücher ist so alt wie die Bücher selbst: Schon 250 v. Chr. ließ der erste Herrscher der chinesischen Tsin-Dynastie die Bücher des Konfuzius verbrennen. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurden in Italien, Portugal und Spanien Werke von Ovid, Boccaccio und Dante öffentlich verbrannt.

Unter Napoleon? wurde das ”Buch über Deutschland” von Madame de Stael wegen ”unfranzösischer politischer Ansichten” aus dem Verkehr gezogen und verbrannt. Diese vorangegangenen Bücherverbrennungen rechtfertigen in keinster Weise die wohl historisch und politisch schlimmste Bücherverbrennung 1933 durch die Nazis. Denn hier wurden nicht nur die Bücher verbrannt, sondern auch die Autoren mussten um ihr Leben fürchten.

(Quelle: A. L. Haight: Verbotene Bücher. Düsseldorf 1956)