Redewendungen»Pechvogel

Pechvogel

Bis in die Neuzeit gab es den Beruf des Pechsieders. Pech war im Mittelalter ein wichtiger, besonders in deutschen Wäldern gewonnener Handelsgegenstand. Mit siedendem Pech hat man Burgen und Städte gegen Angreifer verteidigt, die ihrerseits mit brennenden Pechfackeln und -pfeilen Feuer an Haus und Hof legten.

Die heutige Bedeutung von Pech geht darauf zurück, dass früher Äste und Zweige mit Pech bestrichen wurden, um Vögel zu fangen: Ein Vogel, der den Jägern so auf den Leim ging, hatte Pech gehabt und war ein Pechvogel.

(Quelle: Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo, München 2002)