Redewendungen»Gardinenpredigt

Gardinenpredigt

Wer hat nicht schon einmal eine Gardinenpredigt gehalten bekommen und damit eine Lektion oder Zurechtweisung erhalten?

Mit Gardine ist hier aber nicht die Gardine am Fenster gemeint, sondern der Bettvorhang: eine übliche Wohndekoration in den Schlafzimmern vor 200 Jahren. Kam der Ehemann zu spät oder angetrunken nach Hause, wartete seine Frau schon reichlich genervt auf ihn. Im Bett, also hinter den Gardinen, hielt sie ihm eine Strafrede und warf ihm seine Fehler vor. Das war dann die sogenannte Gardinenpredigt.

(Quelle: Galilexikon)