Kaum ein römischer Kaiser hat einen schlechteren Ruf als Claudius Drusus Germanicus Caesar, wie Nero eigentlich wirklich hieß. Es war sicherlich nicht sehr nett, dass er seine Mutter Agrippina, seine Gattin Octavia und seinen Halbbruder Britannicus ermorden ließ.
Aber der Brand von Rom (64 n. Chr.) wird ihm zu Unrecht angelastet. Er hat nämlich ein Alibi. Die Geschichtsschreiber dieser Zeit berichten, dass sich Nero mit seinem gesamten Hof im 60 Kilometer entfernten Antium aufhielt und als er in der Hauptstadt eintrifft, steht diese schon lange in hellen Flammen. Er soll sogar höchstpersönlich bei den Löscharbeiten mitgeholfen haben. Er hat der Bevölkerung sogar über Wochen und Monate Tempel, Paläste und Gärten als Ausweichquartiere zur Verfügung gestellt.
(Quelle:Gerald Drews: Allgemeinbildung für Angeber. München 2002)