Wer immer noch glaubt, ein Österreicher wäre der Namensgeber für dieses Land gewesen, der irrt. Es war kein geringerer als der französische Seefahrer Jacques Cartier (*1491 +1557), der den Sankt-Lorenz-Strom 1534/35 auf der Suche nach der Westpassage um die Erde erforschte und dabei das Gebiet beiderseits des Flusses für Frankreich? in Besitz nahm.
Dabei versuchte er von den Indianern den Namen des Landes zu erfahren. Sie aber dachten, er frage sie nach ihrer Ansiedlung, und antworteten “kanata”, was das irokesische Wort für “Dorf” ist. So wird also heute das mit immerhin rund 10 Millionen km2 größte Land der Welt immer noch “Dorf” genannt.
(Quelle: BROCKHAUS, was so nicht im Lexikon steht, Leipzig 1996)