Ein Blitz schlägt nicht immer in der höchsten Stelle ein.
Richtig ist: der Blitz sucht sich gern den höchstgelegenen Kontaktpunkt aus - aber nur in einer räumlich eng begrenzten Fläche. Wer also auf einem von hohen Bäumen umsäumten freien Feld von einem Gewitter überrascht wird, darf nicht darauf vertrauen, dass der Blitz die Bäume wählt; der Blitz kann ebensogut im freien Feld einschlagen, ohne einen Baum zu treffen.
Viel interessanter: Ein Blitz kann durch die elektrische Ladung eine Temperatur von 30 000° C erreichen kann. Das ist fünfmal höher als die Temperatur auf der Sonnenoberfläche! Der Stromfunke eines Blitzes kann eine Spannung von 100 Millionen Volt erreichen.
“Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen!”
Stimmt leider nicht. Als Klugscheißer muss ich Euch sagen, dass Blitzen so ziemlich egal ist, was für Bäume rumstehen. Er schlägt einfach in den Baum ein, der am Höchsten steht.
Aber: Eichen erleiden sehr große Schäden an ihrer Rinde, wenn sie vom Blitz getroffen wurden. An der glatten Rinde von Buchen hingegen gleitet der Blitz ohne großen Schaden einfach ab. Nur ist die Gefahr für den Menschen dadurch nicht kleiner!
(Quelle: BROCKHAUS, was so nicht im Lexikon steht, Leipzig 1996)
(Quelle: W.R. Newcott: Lightning, nature’s high-voltage spectacte, National Geographic 7/1993)